Verhaltenstherapie ist die wissenschaftlich am besten untersuchte Form der Psychotherapie. Sie ist praktisch, zielorientiert und setzt dort an, wo Sie im Alltag feststecken. In meiner Praxis im Sonnwendviertel in Favoriten, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, behandle ich Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene und ältere Menschen, in der Praxis oder online.
Was ist Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie wurde seit den 1950er-Jahren von vielen Forscher:innen entwickelt. Ihre Grundidee: Psychische Probleme entstehen und halten sich durch das Zusammenspiel von Erleben, Denken und Verhalten, und genau dort lassen sie sich auch verändern.
Man spricht von drei Wellen. Zuerst stand das Verhalten im Mittelpunkt. Dann kamen Gedanken und Grundannahmen dazu (kognitive Verhaltenstherapie, KVT). Die dritte Welle hat Gefühle als eigenständigen Prozess in den Blick genommen und erlebnisorientierte Methoden wie Achtsamkeit und Schematherapie eingeführt. Moderne Verhaltenstherapie will deshalb nicht nur Beschwerden beseitigen, sondern ein erfüllendes Leben nach Ihren eigenen Werten ermöglichen.
Wobei Verhaltenstherapie hilft
Für fast alle psychischen Erkrankungen gibt es gut erforschte verhaltenstherapeutische Behandlungen, zum Beispiel bei Angst und Panik, Zwangsstörungen, Depression, Traumafolgen, Borderline, ADHS, Autismus, Sucht und Essstörungen. Alle Schwerpunkte →
Wie ich arbeite
Am Anfang steht ein genaues Verständnis: Wie ist Ihr Problem entstanden, was hält es aufrecht, und was wollen Sie erreichen? Daraus entwickeln wir gemeinsam Ziele und einen Behandlungsplan. Typische Werkzeuge sind:
- Verhaltensanalyse: Wir zerlegen schwierige Situationen in Auslöser, Gedanken, Gefühle und Verhalten. Wie das geht, zeigt mein Artikel zum ABC-Modell.
- Erfahren statt nur reden: Neues wird nicht nur besprochen, sondern ausprobiert, bei Ängsten etwa durch Konfrontation. Reden ist Silber, Erfahren ist Gold.
- Arbeit mit Gedanken: festgefahrene Sichtweisen erkennen und hilfreichere entwickeln.
- Umgang mit Gefühlen: Emotionsregulation, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl.
- Probleme lösen: konkrete Schritte für konkrete Probleme, siehe Problemlösetraining.
Zwischen den Einheiten üben Sie im Alltag weiter. So wird aus Einsicht Veränderung.
Verhaltenstherapie oder Schematherapie?
Die Schematherapie ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie für tief verwurzelte Lebensmuster, etwa bei Persönlichkeitsstörungen oder wiederkehrenden Depressionen. Ich setze sie ein, wenn die klassischen Methoden an Grenzen stoßen. Welcher Weg für Sie passt, klären wir im Erstgespräch. Schematherapie →
Ablauf
- Erstgespräch: Wir besprechen Ihr Anliegen und klären, ob eine Behandlung bei mir passt.
- Verstehen: Wir analysieren, wie Ihr Problem entstanden ist und was es aufrechterhält, und legen Ziele fest.
- Behandlung: in der Praxis und mit Übungen im Alltag.
- Abschluss: Wir festigen das Erreichte und klären, wie Sie Rückfällen vorbeugen.
In der Praxis oder online
Verhaltenstherapie ist auch online möglich, wenn es dafür gute Gründe gibt. Einzelne Termine online sind kein Problem. Findet der Großteil der Behandlung online statt, kann die Wirksamkeit leiden.
Kosten
Eine Einheit dauert 50 Minuten und kostet € 125, auch das Erstgespräch. Ihre Krankenkasse leistet einen Zuschuss, den Antrag bereite ich für Sie vor. Kosten und Kassenzuschuss →
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?
Das hängt vom Anliegen ab. Panikstörungen und Phobien sind oft in einigen Monaten gut behandelbar, bei Persönlichkeitsstörungen dauert es meist ein bis zwei Jahre.
Ist Verhaltenstherapie dasselbe wie KVT?
Im Alltag ja. Moderne Verhaltenstherapie bezieht Gedanken und Gefühle selbstverständlich mit ein.
Brauche ich eine Überweisung?
Nein. Für den Kassenzuschuss brauchen Sie allerdings bis zur zweiten Einheit eine Bestätigung über eine erfolgte ärztliche Untersuchung. Die Krankenkassen wollen damit möglicherweise übersehene körperliche Ursachen ausschließen.
Zahlt die Krankenkasse?
Ihre Krankenkasse leistet einen Zuschuss, die Höhe hängt von der Kasse ab. Den Antrag bereite ich für Sie vor.
Behandeln Sie auch Jugendliche?
Ja, ab 12 Jahren. Eltern beziehe ich nur ein, wenn die Jugendlichen das ausdrücklich wünschen.
Ist Verhaltenstherapie auch online möglich?
Ja. Einzelne Termine online sind kein Problem. Findet der Großteil online statt, kann die Wirksamkeit leiden.
Kontakt
Telefon: 0660 437 97 81 · E-Mail: daniel.weigl@verhaltenstherapeut.wien
In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an den Notruf 144, die Telefonseelsorge 142 (rund um die Uhr) oder den Psychosozialen Dienst Wien 01 31330.